Über 1500 Jugendliche machten gegen Armut mobil und lieferten sich ein Rennen in Eisenstadt, Mattersburg, Pinkafeld und Oberloisdorf. Das stolze Ergebnis: über EUR 45.000,- für Menschen in Not.
Bereits im Vorfeld hatten die Jugendlichen nach Sponsoren gesucht, die pro gelaufener Runde einen fixen Betrag spenden. Dabei waren die Jugendlichen sehr zielstrebig unterwegs.
„Wo ist der Chef?“ Mit dieser Frage wurde der Portier der Landesregierung konfrontiert. Vor ihm stand ein 10-jähriger Teilnehmer des youngCaritas-LaufWunders auf der Suche nach Sponsoren. Da es um die gute Sache ging, wurde er in das Büro von Landeshauptmann Niessl und LH Stv. Steindl geschickt. Eine Stunde später hatte er eine Runde durch sämtliche Büros der Regierungsmitglieder gedreht, wurde überall freundlich empfangen und konnte sein Anliegen so überzeugend darlegen, dass er mit einer Sponsorsumme in Höhe von 400 Euro das Regierungsgebäude wieder verließ.
„Das ist unsere Jugend von heute! Die trauen sich etwas, stehen mit beiden Füßen im Leben und rennen für die gute Sache!“ war Caritas Direktor Glatz-Schmallegger begeistert.
Starkes Engagement der Rookies
Die FuZo in Eisenstadt wurde von fast 750 Schülern umrundet. Darunter auch 30 „Nachwuchsläufer“ aus der Volksschule Kleinhöflein. Die Rookies legten beachtliche xy Kilometer für Kinder in Not zurück. Noch aus der Puste, aber stolz und glücklich meinte Alexander Seidl, 7 Jahre: „ Wir haben in der Schule schon fleißig trainiert und ich wollte eigentlich nur eine Runde laufen, aber dann war`s so lustig und dann bin ich sogar 7 Runden gelaufen.“
Spaß beim Helfen haben – das ist ein ganz wichtiges Anliegen bei den Organisatoren von youngCaritas. „Es ist ein tolles Erfolgserlebnis, wenn Kinder sehen, dass auch sie die Welt ein bisschen zum besseren verändern können. Helfen wird so zu einem „wunder“-baren Erlebnis“, ist Dominic Grafl von youngCaritas überzeugt.
ZERO POVERTY – Act now!
Das LaufWunder 2010 war auch eine von vielen Aktionen der Caritas im europäischen Jahr gegen die Armut und soziale Ausgrenzung. Unter dem Motto „Zero Poverty / Null Armut“ rufen die 48 Caritas-Organisationen dazu auf, die Bekämpfung der Armut aktiv in die Hand zu nehmen. Grund dazu geben 84 Millionen Menschen in Europa, die unter der Armutsgrenze leben. Im Burgenland sind es 13 Prozent, bzw. 35.000 Menschen. „Man muss nur richtig hinschauen, dann sieht man eine Menge Menschen, die unserer Hilfe brauchen, weil sie ums Überleben kämpfen“, zeigt Glatz-Schmallegger auf.
Unterschriften gegen die Armut
Die Crew von youngCaritas war während des LaufWunders fleißig unterwegs, um Unterschriften für ihre Petition zu sammeln. Am Ende dieses Jahres soll diese Petition den zuständigen EU-Institutionen vorgelegt werden. „Wir haben uns europaweit das Ziel von 1 Million Unterschriften für diese Petition gesetzt“, sagt Dr. Glatz-Schmallegger und lädt alle BurgenländerInnen ein, ihre Unterschrift zu leisten. Das ist möglich unter www.zeropoverty.at oder direkt in den Caritas Häusern im Burgenland.
youngCaritas LaufWunder - So funktioniert es:
Sponsoren – sowohl Firmen als auch Privatpersonen – zahlen als PatInnen für eine/n oder mehrere LäuferInnen einen frei gewählten Betrag. Beispielsweise einen Euro pro gelaufenem Kilometer. Je mehr Runden bzw. Kilometer die SportlerInnen laufen, desto mehr Geld bekommen die Hilfsprojekte. Die SchülerInnen haben gemeinsam mit ihren Lehrkräften ihr Projekt für das LaufWunder 2010 ausgesucht. Im Vorfeld hat youngCaritas im Unterricht über die Arbeit der Caritas in diesen Bereichen informiert. youngCaritas richtet sich an Jugendliche, die sich sozial engagieren wollen oder sich für soziale Themen interessieren.